Kevin ist nicht allein!

Vorwärts… Linksherum!

In einem Interview mit der Zeit dachte der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert darüber nach, die Vergesellschaftung großer Konzerne wie BMW auf demokratischem Wege zu erreichen und so die demokratische Kontrolle über die Verteilung der Profite gewährleisten zu wollen und den Besitz von Immobilien zu beschränken. Die Reaktionen führender Politiker*innen der Unionsparteien und der FDP aber auch aus dem konservativen Seeheimer Kreis der SPD auf Kühnerts Forderungen zeigen, dass antikommunistische Reflexe und dumpfe DDR-Vergleiche wichtiger sind, als eine Debatte über die politische Realität.

Die Realität in Deutschland ist dadurch gekennzeichnet, dass Immer mehr Menschen Gefahr laufen, ihre Wohnung aufgrund von Mietsteigerungen zu verlieren und in die Obdachlosigkeit abzurutschen. Für viele, gerade auch junge Menschen, ist das Leben durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Schikanen auf dem Jobcenter und die Bedrohung der eigenen Wohnsituation geprägt.
Aktuell zeigen die Kämpfe der Beschäftigten bei Unternehmen wie Amazon, dass die Verhältnisse, unter denen viele Menschen auch hierzulande leben und arbeiten, unwürdig sind und dass sich gerade dagegen Widerstand regt. Gleichzeitig zeigt sich z.B in Berlin, dass die Mehrheit der Bevölkerung für eine Enteignung von Immobilienkonzernen wie der Deutsche Wohnen und anderer ist, die die Mieten in immer schwindelerregendere Höhen getrieben und die Lebenssituation vieler Menschen zerstört haben.

Gerade deshalb brauchen wir dringend einen linken Politikwechsel in Deutschland. Dazu gehört auch eine Debatte über die Vergesellschaftung von Konzernen, die Profite einstreichen, während die Situation für Beschäftigte und Mieter*innen immer bedrohlicher wird.

Für die Emanzipatorische Linke ist eindeutig, dass wir in dieser Diskussion solidarisch an der Seite von Kevin Kühnert stehen. „Als emanzipatorische Sozialist*innen fordern wir die Überwindung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und die grundlegende Demokratisierung aller Lebensbereiche, auch und insbesondere der Wirtschaft. Dies bedeutet für uns, dass die Gesellschaft die Kontrolle über die Produktionsmittel erhält und eine Wirtschaftsform geschaffen wird, die nicht am Interesse des Profits, sondern am Interesse der Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen orientiert ist.“ [1] [1] Anders leben, anders arbeiten, anders kämpfen Für eine emanzipatorische Linke, https://emanzipatorische-linke.org/wp-content/uploads/sites/3/2019/02/Anders-leben-anders-arbeiten-anders-kämpfen.pdf

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