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Zum 8. Mai – den 74. Jahrestag der Befreiung

Am 8. Mai 1945 wurde Deutschland besiegt und Shoa und Porajmos und Weltkrieg sowie die Herrschaft der Nationalsozialisten hatten ein Ende. Dieser Tag markierte für die Menschen in den Deutschen Konzentrationslagern, Folterkellern und Zwangsarbeitslagern die Befreiung. Der 8. Mai 1945 war nicht der Tag an dem Deutschland befreit wurde. Es war der Tag an dem die Welt von Deutschland und dem Nationalsozialismus befreit wurde.
Mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 vollendete sich die Befreiung Europas durch die Allierten. Auch wenn ein Großteil der Deutschen diesen Tag als Niederlage empfand, der Sieg der Alliierten bedeutete das Ende des schlimmsten Menschheitsverbrechens, das Ende von Shoa und Porajmos und des Stat an Oppositionellen, Homosexuellen und sogenannten Asozialen. Der 8. Mai war die Befreiung der Überlebenden von Verfolgung und Widerstand. Dem Sieg der Alliierten verdanken wir aber auch die Grundlagen unseres heutigen Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt.
Der Tag der Befreiung sollte als Moment der kollektiven europäischen Erinnerung zum gesetzlichen Gedenk- und Feiertag erklärt werden. Das rot-rot-grün regierte Bundesland Berlin hat den 8.Mai für 2020 einmalig als Feiertag eingeführt. Der Bund muss diesem Beispiel Folgen.
2020 jährt sich zum 75. Mal die Befreiung. Der Tag sollte als Mahnung für ein friedliches Europa und als Erinnerung an all die Opfer der Deutschen und des Nationalsozialismus zum Feiertag erhoben werden. So kann denen, die den 8. Mai zu einem Tag der Niederlage umdeuten wollen, eine Absage erteilt werden. Das sind wir den Verfolgten und Ermordeten von Shoa und Porajmos, aber auch den unschuldigen Opfern des Krieges schuldig. Gerade in der heutigen Zeit, in der rechte Positionen immer mehr Zulauf erhalten, ist es nötig, dass wir den 8. Mai zu einem Gedenktag machen, der sich nicht an Symbolen erschöpft, sondern Raum für öffentliche Diskussion bietet.
Für uns ist der 8. Mai ein Versprechen: Wir werden die Erinnerung lebendig halten. Wir werden uns den alten und neuen Nazis konsequent entgegenstellen. Wir werden unsere offene und solidarische Gesellschaft verteidigen.
Erinnern heißt kämpfen.
Nie wieder Faschismus.

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