Feiern wir den 8. Mai als Tag des Sieges über die Barbarei!

Eine Statment des KoKreis der Ema.Li Baden Württemberg zum 8. Mai:
Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und der Nationalsozialistischen Diktatur in Europa zum 75. Mal. Die Alliierten siegten über den deutschen Nationalsozialismus, beendeten den Holocaust und das Morden, das Leiden und die Verfolgung Andersdenkender, Andersglaubender, Anderslebender durch Deutsche in Europa. Am 8. Mai 1945 endete der gemeinsame Kampf der Sowjetunion und der westlichen Alliierten gegen eine einzigartige Bedrohung grundlegender Werte des Humanismus und der Menschlichkeit, gegen Liberalität und Demokratie.

Richtig und wichtig ist, immer wieder darauf hinzuweisen, “das am 8. Mai nicht Deutschland vom Nationalsozialismus sondern die Welt von der deutschen Barbarei befreit wurde.” Zur Historischen Warheit gehört, daran zu erinnern, das im Gegensatz zu den Juden, Sinti und Roma sowie anderen Menschen die den Horror der KZ Überlebten, für denjenigen Verfolgten, die in der Illegalität überlebten, für die Zwangsarbeiter*innen, den Kriegsgefangenen sowie der Masse der Menschen in Europa, der 8. Mai 1945 für die Mehrheit der Deutschen keineswegs ein Tag der Befreiung von der NS-Diktatur, sondern der Tag der Niederlage, wo ihr Reich zusammenbrach und kapitulierte war.

Der Sieg der Alliierten über die Deutschen und damit auch über die Nazis und die Erinnerung an den antifaschistischen Widerstandskampf ist uns nicht nur Mahnung an Vergangenes, sondern tägliche Herausforderung. Wie Berthold Brecht Hellsichtig schrieb “Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“. Die AfD ist der Parlamentarischen Beweis dafür, das der braune Sumpf auch 75 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur nicht ausgetrocknet ist. Die Zahl rechtsextrem motivierter Straftaten wächst. Antisemitische Übergriffe nehmen zu. Rassistismus ist gesellschaftsfähig.

Rassistische und antisemitische Angriffe, Verachtung für Andersdenkende und Andersgläubige sind Gründe genug, den 8. Mai als Gedenktag für Humanität, Toleranz und Demokratie und als Tag der Erinnerung an die Opfer sowie an die Widerstandskämpfer*innen zu machen.​

Das Opfer der zahllosen russischen, britischen, amerikanischen, französischen, polnischen Soldaten, zahlloser Partisan*inne und Widerstandskämpfer*innen und der bewundernswert mutigen Aufständischen im Warschauer Getto und dem Vernichtungslager Sobibor und in anderen Gettos und KZ zu ehren und sich ihrer zu erinnern sollte das Ziel dieses Tages in Deutschland sein.

Feiern wir den 8. Mai als Tag des Sieges über die Barbarei! Deshalb: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden!