Nein! zur Gewalt an Frauen

NEIN zur Gewalt an Frauen, Mädchen und allen anderen Menstruierenden

267 Frauen* wurden 2019 in Deutschland getötet. Jeden dritten Tag wurde eine Frau* durch ihren Partner umgebracht – denn im Patriarchat ist nicht mal das eigene Zuhause ein sicherer Ort der Zuflucht. Im Gegenteil: Gewalttätige Partner machen einen eigentlichen Safe-Space zum Ort von Angst und Unterdrückung. 1514 Fälle von Freiheitsberaubung und fast 12.000 Fälle von schwerer Körperverletzung wurden laut der Statistik der Bundesregierung erfasst. Versuche, dem zu entkommen und sich den Einflüssen des gewalttätigen Partners zu entziehen, enden nicht selten wie bereits genannt mit der Tötung der Frau*. Während solche Taten in den Medien oft ekelhaft verharmlosend als “Familiendrama” oder “Beziehungstat” betitelt werden, muss die Wahrheit klar und deutlich benannt werden: Es sind Femizide! Das zu erkennen, ist der allererste Schritt, um Maßnahmen zur Bekämpfung ergreifen zu können.

Die Statistik umfasst dabei lediglich Fälle physischer Gewalt. Ebenso real sind hingegen auch die psychische Gewalt, etwa in Form systematischer Manipulation, beispielsweise durch Gaslighting. Auch Erniedrigungen, Isolation oder Drohungen sind Teil der psychischen Gewalt – und häufig Alltag vieler Frauen*.

Abhängigkeitsverhältnisse und fehlende soziale Netze führen zudem häufig dazu, dass vom Partner ausgehende Gewalt ausgehalten wird, da Betroffene nicht nur die Eskalation der Gewalt befürchten, sondern auch die eigene Existenz durch Armut bedroht sehen. Dazu kommt, dass Frauenhäuser oft restlos ausgelastet und nicht den Anforderungen entsprechend ausgestattet sind. Angebote wie das Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” sind zwar gut, reichen aber einfach nicht aus, wenn an anderer Stelle strukturelle Probleme und Rückstände nicht erkannt und angegangen werden.

Der heutige 25. November gilt als internationaler Tag “Gegen Gewalt an Frauen”, seit 1981 wird an diesem Tag weltweit den Opfern von Gewalt an Frauen* gedacht. Jedes Opfer ist eines zu viel und mahnt eine:n jede:n von uns: Der Kampf gegen Gewalt an Frauen*, der Kampf den Femiziden kann nur dann wirksam sein, wenn er immer auch den Kampf dem Patriarchat als Grundlage hat.

 

Hinweis: Das Sharepic trägt den Zusatz “und allen Menstruierenden”, da auch trans Männer oder nicht-binäre Menschen mit Uterus, die sich nicht als Frauen identifizieren, von dieser Form der patriarchalen Gewalt betroffen sind, in den Statistiken oft aber als Frauen geführt werden. Wir wollen durch unsere Aufzählung helfen, sie sichtbar zu machen.

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